Ein Boolean (Wahrheitswert) kennt genau zwei Zustände, wahr und falsch. An ihm hängt jede Entscheidung, die ein Programm trifft.
- Boolean
Ein Datentyp, der genau zwei Werte kennt, wahr und falsch.
Beispiel: „Ob der Versand kostenlos ist, steht als Boolean am Warenkorb.“Auch: Bool, Wahrheitswert.
Herkunft: benannt nach George Boole, der im 19. Jahrhundert die Algebra beschrieb, mit der sich logische Aussagen berechnen lassen. Jeder Schaltkreis in jedem Rechner arbeitet nach dieser Logik.
Warum an ihm alles hängt
Jede Bedingung im Programm läuft darauf hinaus. Ein Vergleich wie „Bestand größer als null“ liefert keinen Bestand und keine Null, sondern wahr oder falsch, und davon hängt ab, welcher Zweig ausgeführt wird.
Dasselbe gilt für jede Schleife. Sie läuft weiter, solange die Prüfung wahr ergibt, und hört auf, sobald sie falsch ergibt. Der Boolean ist damit der Baustein, an dem der Ablauf eines Programms hängt.
Was sich damit verknüpfen lässt
Drei Verknüpfungen genügen. Und ergibt wahr, wenn beide Seiten wahr sind. Oder ergibt wahr, wenn mindestens eine wahr ist. Nicht dreht den Wert um. Aus diesen dreien lässt sich jede Bedingung bauen, die ein Programm braucht.
const versandfrei = summe >= 50 && !istSperrgut;
const zeigeHinweis = !versandfrei || bestand === 0;
// Benennung: eine Variable für wahr/falsch beginnt
// üblicherweise mit ist, hat oder kann
const hatRabatt = kunde.istStammkunde && summe > 100;Die Tücke der ungefähren Wahrheit
Viele Sprachen behandeln auch andere Werte so, als wären sie wahr oder falsch. In JavaScript gelten die Null, der leere String und ein fehlender Wert als falsch, alles andere als wahr. Das kürzt Code ab und führt zu Überraschungen.
Der häufigste Fall: Eine Menge von null Stück gilt als falsch, obwohl der Wert da ist. Eine Prüfung, die eigentlich fragen soll, ob überhaupt etwas eingetragen wurde, antwortet dann falsch. Deshalb wird in solchen Fällen ausdrücklich auf den fehlenden Wert geprüft.